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Praxis Dr. Wolfgang Rietschel  | Wörthstraße 9, Rückgebäude, 81667 München  | Tel. 089 54096028  |  info@praxis-rietschel.de

Aktuelles

 

Terminservice- und Vorsorgegesetzes (TSVG)
Elektronische Patientenakte und Datensicherheit

Liebe Patientin, lieber Patient,


wenn sie mich als Arzt in meiner Praxis aufsuchen, dürfen Sie erwarten, dass kein anderer erfahren wird, welche Befunde ich erhoben was wir miteinander besprochen haben. Ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis darf ich nicht einmal mit Ihren nächsten Angehörigen oder Ihrem Hausarzt über Sie und Ihre Erkrankung sprechen. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, das Alles, was zwischen Ihnen und mir besprochen wurde, nur dann die Praxisräume verlässt, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen.

Nun hat der Bundestag beschlossen, dass alle kassenärztlichen Praxen über ein Gesundheitsdatennetz, welches Teil des Internet ist, vernetzt werden. Neben Personendaten werden zukünftig Befunde, Diagnosen, Medikamente und Therapiepläne in einer elektronischen Patientenakte zusammengefasst und auf einem zentralen Rechner gespeichert.

Zwar verspricht der Gesetzgeber größtmögliche Sicherheit bei der Übermittlung und Speicherung der Daten und auch die Weitergabe soll nur mit Ihrer Einwilligung erfolgen.

Trotzdem bin ich besorgt:
In jüngster Zeit häufen sich Berichte über Gesundheitsdaten die gehackt, verkauft und ins Netz gestellt wurden. Daten im Netz bleiben immer sichtbar und Gesundheitsdaten werden gehandelt!  „Hacken“ lohnt sich.

Kann ich sicher sein, dass ihre Gesundheitsdaten auf einem anonymen Speicher ebenso sicher verwahrt sein werden, wie in einem abschließbaren Karteischrank?  Kann ich sicher sein, dass Ihre Daten nur für den sichtbar werden, der Ihr Vertrauen genießt und dem Sie Ihr Einverständnis gegeben haben, auf Ihre Daten zuzugreifen?  Und welchen Nutzen haben Sie ?

Diese Fragen sind für mich bisher nicht befriedigend beantwortet worden.


Deshalb habe ich mich entschieden, meine Praxis vorerst nicht an das Gesundheitsdatennetz anzuschließen, obwohl alle Praxen, die bis zum 31.03.2019 einer Vernetzung nicht zugestimmt haben, mit Sanktionen rechnen müssen.

Sie, als Patient in meiner Praxis, haben jedoch keine Nachteile zu befürchten.

Wenn Sie sich weiter über dieses Thema informieren möchten:

http://www.freiheit-fuer-ein-prozent.de/

https://ddrm.de/aktion-rote-karte-fuer-die-telematik-infrastruktur/